Gebirge Serra de Tramuntana

Wandern auf Mallorca

Wandern auf Mallorca wird immer beliebter. Ein Grund dafür ist das ganzjährig milde Klima. Auf der Baleareninsel kann man auch wandern, wenn es bei uns kalt oder regnerisch ist. Vor allem die Berge im Norden der Insel, ziehen viele Wanderer magisch an. Aber auch im Landesinneren, sowie den Küsten, gibt es traumhaft schöne Wanderwege. Mallorca ist ideal für Urlauber, die zwar das schöne Wetter genießen wollen, denen ein reiner Strandurlaub aber zu langweilig ist.

Wanderwege bei Can Picafort

Wir machten Ende Februar einen siebentägigen Urlaub im Nord-Osten von Mallorca, in Can Picafort. Der Ferienort liegt in der Bucht von Alcudia. Einen Tag machten wir eine Radtour, die restliche Zeit nutzten wir fürs Wandern, sowie für Städtebesichtigungen. In Can Picafort reiht sich Hotel an Hotel, unterbrochen von Restaurants und Bars. In der warmen Jahreszeit ist hier sicher viel Trubel, jetzt hatten aber erst wenige Hotels geöffnet. Die wenigen Hotelgäste kamen hauptsächlich zum Radfahren, oder zum Wandern hierher. Auch Städtebesichtigungen, wie zum Beispiel nach Palma, sind zu der Zeit etwas stressfreier.


Durch die Dünen Es Comu de Muro

Dünen Es Comu de Muro

Dünen Es Comu de Muro

Unser Hotel befand sich am nördlichen Ende von Can Picafort. Direkt dahinter beginnen die Dünen Es Comu de Muro im Naturpark S’Albufera de Mallorca. Gleich am ersten Urlaubstag wanderten wir am Strand entlang, bis zu einem Eingang der Dünen. Auf einem Holzsteg laufen wir über Sanddünen, bis in ein dicht bewachsenes Pinienwäldchen. Hier geht es auf Waldwegen weiter, die beidseitig abgesperrt sind. Das betreten der mit Seilen abgegrenzten Bereichen ist nicht erlaubt. Neben vom Wind gebeugten Bäumen, stehen Sträucher und Kräuter. Wirklich eine sehr schöne und ruhige Naturlandschaft. Der gesamte Weg durch die Dünen, bis nach Playa de Muro, ist knapp 6 Kilometer lang. Inklusive Rückweg kamen wir auf eine 12 km Wanderstrecke.

Zu den Nekropole von Son Real (Totenstadt am Meer)

Küste nach Can Picafort

Küste nach Can Picafort

Aber auch in südlicher Richtung gibt es einen sehr schönen Wanderweg, zu den Nekropole von Son Real. Hierbei handelt es sich um ein Gräberfeld, das vom 7. bis zum 4. Jahrhundert vor Christi entstand. Von unserem Hotel aus hatten wir schon fast 3 Kilometer durch Can Picafort zu gehen. Am Ortsende laufen wir am Playa de Son Baulo entlang, bis zu einem Hinweisschild mit mehreren Wanderwegen. Wir wandern weiter der Küste entlang, der Sandstrand geht jetzt in einen steinigen festen Weg über. Die Brandung hat hier schöne Felsformationen ausgewaschen. Rechter Hand liegt ein eingezäuntes Waldstück, Teil des Naturschutzgebietes.

Nekropole von Son Real

Nekropole von Son Real

Nach etwa 1,5 Kilometern Fußweg erreichen wir die Nekropole von Son Real. Das 800 Quadratmeter umfassende Gelände, wurde von 650 bis 300 v. Chr. erbaut. Die Grabstätten sind je nach Epoche rund, quadratisch oder hufeisenförmig gebaut worden. In den Gräbern fand man über 300 Tote, inklusive Waffen, Schmuck und sonstigen Alltagsgegenständen. Wir wanderten weiter, vorbei am Torre de Enfilacio einem alten Marine Obelisk. Nach etwa 2 Kilometer gingen wir den selben Weg wieder zurück, kamen so im ganzen auf 13 Kilometer Fußmarsch. Bis nach Son Serra de Marina, wären es noch weitere 2 Kilometer gewesen.

Wanderung ins Vall de Boquer

Mallorca verfügt über ein sehr gutes Linienbusnetz. Somit ist man nicht nur an die örtlichen Wanderwege gebunden, sondern kann auch in anderen Gebieten der Insel wandern. Ein sehr beliebter, kurzer Wanderweg führt ins Vall de Boquer. Wir fuhren mit der Buslinie 352 nach Port de Pollenca, einige Kilometer nördlich von Can Picafort. Von der Bushaltestelle aus liefen wir zur Ma-2210, bis zu einem Kreisverkehr. An diesem steht eine Infotafel, mit Hinweisen über den Wanderweg ins Vall de Boquer.

Landgut Boquer

Landgut Boquer

Wir folgten der Beschilderung und standen plötzlich vor einem verschlossenen Tor. Erst dachten wir die Beschilderung sei verdreht, sahen dann aber dass innerhalb des Tores eine Eingangstür eingelassen ist. Wir betraten das Grundstück vom Landgut Boquer, am Ende des Guts ging es erneut durch ein Eisentor. Auf steinigen Pfaden geht es dann zwischen zwei Felskämmen in Richtung Meer. Die Felsformationen sind wirklich beeindruckend, an Vegetation gibt es nur karge Büsche, an denen wilde Ziegen weiden. Auch auf das Gebirge der Serra de Tramuntana, an dessen Ende wir uns befinden, hat man einen herrlichen Ausblick.

Bucht Cala Boquer

Bucht Cala Boquer

Nach knapp 2,5 Kilometer erreichen wir den Aussichtspunkt zur Bucht Cala Boquer. Die Bucht ist eingerahmt von Felsen, das Wasser tiefblau, ein idyllischer Anblick. Von hier aus hat man die Möglichkeit, bergab über Felsblöcke und Geröll zum Strand zu gehen. Dafür sollte man aber schon Trittsicher sein, einen gekennzeichneten Weg gibt es nicht. Nach einem kurzen Aufenthalt am Strand machten wir uns wieder auf den Rückweg. Auf dem gesamten Weg gibt es keinen Schatten, Ende Februar war das kein Problem, im Sommer sollte man aber etwas zu Trinken mitnehmen.

* Wanderkarte Mallorca