Regen

Regen-Flusswanderweg

Der Flusswanderweg entlang des Regens im Bayerischen Wald führt durch eine einmalig schöne Flusslandschaft. Der Große Regen entspringt in Tschechien, ab Bayerisch Eisenstein fließt er durch deutsches Staatsgebiet. In Zwiesel fließen der Große und der Kleine Regen zusammen und bilden ab hier den Schwarzen Regen. Gekennzeichnet ist der Regen-Flusswanderweg mit dem Schild blaue Wellen auf weißem Grund. Zwischendurch sieht man auch immer wieder Schilder von anderen Wanderwegen, die parallel zum Flusswanderweg verlaufen, davon sollte man sich nicht irritieren lassen.

Wanderung am Regen entlang von Bayerisch Eisenstein bis Zwiesel

Bahnhof Bayerisch Eisenstein

Bahnhof Bayerisch Eisenstein

Wir hatten unsere Unterkunft, wie immer wenn wir Urlaub im Bayerischen Wald machen, in Zwiesel. Von hier aus fuhren wir erst einmal mit der Waldbahn nach Bayerisch Eisenstein. Für Urlauber in der Region ist die Fahrt mit der Waldbahn kostenlos, man muss lediglich seine Kurkarte vorzeigen. Die Waldbahn pendelt stündlich zwischen Bayerisch Eisenstein und Plattling, über Zwiesel und Regen.

Wir beginnen unsere Wanderung am Bahnhof in Bayerisch Eisenstein, der direkt an der Grenze zu Tschechien liegt. Wobei die eine Hälfte des Bahnhofs noch Deutsches Staatsgebiet ist, die andere Hälfte bereits zu Tschechien gehört. Hier hat man die Möglichkeit von der Waldbahn in Tschechische Züge umzusteigen. In der Bahnhofsgaststätte auf Tschechischer Seite kann man übrigens sehr gut essen und das ausgesprochen preiswert.

Von Bayerisch Eisenstein nach Seebachschleife (4 km)

Großer Regen

Großer Regen

Wir folgen der Bahnhofstraße bis zur Bundesstraße überqueren diese und laufen den Fußweg entlang bis wir auf eine Querstraße stoßen. Hier biegen wir rechts ab und laufen bis zum Regen. Vor der Brücke beginnt der Wanderweg am Fluss entlang. Der noch schmale Regen ist dicht mit Bäumen bewachsen und wir wandern in Ufernähe auf unbefestigten Waldwegen. Die Landschaft ist wirklich einmalig schön. In dem naturbelassene Mischwald sieht man immer wieder umgestürzte Bäume, die von Bibern zu Fall gebracht wurden. Der Fluss Regen ist anfangs noch sehr flach und schlängelt sich durch den felsigen Untergrund. Stellenweise wird der Regen durch Biber-Bauten aufgestaut. Zwischen Bayerisch Eisenstein und Seebachschleife treffen wir auf eine Brücke, hier wechselt der Flusswanderweg auf die rechte Seite des Regen. Kurz vor Seebachschleife kommen wir an einem kleinen Wasserkraftwerk vorbei. Der Regen wird hier aufgestaut und ein Teil des Flusses fließt über einen Seitenarm durch das Kleinkraftwerk.


Von Seebachschleife nach Regenhütte (2 km)

Seebachschleife

Seebachschleife

Wenig später erreichen wir Seebachschleife, ein kleiner Ort mit wenigen Gebäuden. Hier steht eine ehemalige Glashütte mit Schleiferei. Ein Blockhaus mit Türmchen wurde restauriert, an anderen Gebäuden wird noch gearbeitet. In dem kleinen Ort gibt es auch ein Hotel mit einigen Wellness-Angeboten, für Urlauber die Ruhe in abgelegener Natur suchen.

Bei Seebachschleife wechselt der Flusswanderweg wieder auf die linke Seite des Regen. Der Wanderweg führt in Ufernähe am Fluss entlang, auf einem schmalen Waldweg geht es über Stock und Stein durch fast unberührte Natur. Im Regen sieht man zahlreiche Felsblöcke und Steinbrocken, die dem Lauf des Flusses immer wieder im Wege stehen. Nach zwei Kilometern erreichen wir den Ort Regenhütte, auf der gegenüberliegenden Flussseite.

Von Regenhütte nach Zwiesel (8 km)

Regen

Großer Regen

Regenhütte hat circa 300 Einwohner und entstand erst 1750, als hier eine neue Glashütte errichtet wurde. Auf dem Regen-Flusswanderweg zwischen Bayrisch Eisenstein und Zwiesel besteht nur hier die Möglichkeit zur Einkehr. Deshalb legten auch wir hier eine Rast ein. Von den ehemals zwei Gasthöfen wird nur noch einer bewirtschaftet, der andere wird zur Zeit als Erstaufnahmeeinrichtung für Asylanten genutzt.

Frisch gestärkt gehen wir zurück zum Wanderweg auf der linken Flussseite und wandern weiter am Regen entlang. Nach einer halben Stunde Fußmarsch kommen wir an eine Wegkreuzung, links geht es nach Ludwigsthal, nach rechts in Richtung Rabenstein. Der Flusswanderweg führt uns auf die rechte Seite und folgt anschließend dem Regen auf dieser Flussseite.

Wenig später kommen wir am Naturschutzgebiet Rotfilz vorbei. Das 40 Hektar große Moorgebiet ist Lebensraum für die standorttypische Tier- und Pflanzenwelt. Aber auch das Moor selbst, mit seinen bis zu 10 Meter dicken Dorfschichten ist geschützt.

Fällenrechen

Fällenrechen

Es geht vorbei an Ludwigsthal, das auf der anderen Flussseite liegt. Danach stoßen wir auf eingezäunte Fischweiher. Hier verlässt man den Fluss und umgeht die Weiher, bis man am Fällenrechen wieder an den Regen stößt. Der Fällenrechen ist ein historisches Bauwerk über dem Regen, der früher bei der Holztrift genutzt wurde.

Ein kurzes Stück danach geht es unter der Eisenbahnbrücke durch, anschließend verlässt der Flusswanderweg den Regen. Es geht bergauf durch den Wald, bis wir eine Wiese erreichen. Der Wanderweg verläuft über diese Wiese, ein Flurweg führt uns schließlich nach Führhauten. Es geht weiter auf einem geteerten Fuß- und Radweg durch das Industriegebiet Führhaupten, unmittelbar danach erreichen wir Zwiesel, das Ziel unserer Wanderung.


Regen-Flusswanderweg von Zwiesel bis Regen (12 km)

Der Regen-Flusswanderweg führt von Zwiesel weiter bis zur Stadt Regen im Bayerischen Wald. Wir sind auch diese Etappe schon gewandert, allerdings liegt das bereits einige Jahre zurück, so dass ich hier keine genaue Beschreibung einstellen kann. Diese Etappe ist 12 Kilometer lang, zusammen mit der 1. Etappe wären das insgesamt 26 Kilometer. Für die gesamte Strecke wird eine Wanderzeit von 6,5 Stunden angegeben, nur etwas für geübte Wanderer. Für Gelegenheits-Wanderer empfehle ich die 2. Etappe von Zwiesel bis Regen an einem anderen Tag in Angriff zu nehmen.


Wanderkarte Regen
* Wanderkarte Regen

Bundesland: Bayern
Region: Bayerischer Wald
Wanderwege: meist Wald- und Flurwege
Streckenlänge: 26 km / 6,5 Std.
Etappe 1: 14 km / 3,5 Std.
Etappe 2: 12 km / 3 Std.
Beschilderung: blaue Wellen auf weißem Grund