Oswaldhöhle Muggendorf

Muggendorf Höhlenwanderung

Ein Abenteuer für Groß und Klein ist die Höhlenwanderung um Muggendorf in der Fränkischen Schweiz. Der circa 5 Kilometer lange Rundwanderweg führt uns an der Oswaldhöhle, der Wundershöhle, der Witzenhöhle, sowie der Rosenmüllerhöhle vorbei. Für diese Wanderung ist eine Taschenlampe für jeden einzelnen Wanderer unerlässlich, da der Wanderweg durch unbeleuchtete Höhlen führt. Die Wanderwege sind rund um Muggendorf sehr gut beschildert, so dass man kaum falsch laufen kann.

Höhlenwanderung bei Muggendorf in der Fränkischen Schweiz

Muggendorf liegt direkt an der B470, die man von der A73 Ausfahrt Forchheim, oder von der A9 Ausfahrt Pegnitz erreicht. Ausgangspunkt der Wanderung ist der Marktplatz von Muggendorf. Der kleine Ort zählt zu den ältesten Luftkurorten der Region. Die Dichte an Gaststätten, Hotels und Pensionen ist entsprechend hoch.

Vom Marktplatz aus wandern wir in Richtung Kirche und folgen dem Wanderschild zur Oswaldhöhle. Es geht auf der Straße bergauf bis zu dem Parkplatz an der Haarnadelkurve. Hier zweigt der Wanderweg ab in den Wald, wir folgen dem Schild mit dem „Roten Senkrechtstrich“. Kurz später führen uns in den Berg eingearbeitete Treppenstufen steil bergauf, oben angekommen hat man einen herrlichen Ausblick über Muggendorf.

Oswaldhöhle, Wundershöhle und Witzenhöhle

Oswaldhöhle

Oswaldhöhle

Wenig später kreuzt der Höhenweg, hier biegen wir nach rechts ab zur Oswaldhöhle. Wir folgen dem „Roten Senkrechtstrich“ durch den Wald, bis wir schließlich die Oswaldhöhle erreichen. Hier sieht man noch Mauerreste, die Oswaldhöhle diente der Bevölkerung im 30jährigen Krieg als Unterschlupf. Die Höhle ist 65 Meter lang und bis zu 6 Meter hoch, die große Halle im Inneren ist 40 Meter lang. Der Durchgang ist teilweise nur 1,50 Meter hoch, man sollte also acht geben dass man sich nicht den Kopf anstößt. Im Inneren der Höhle kommen unsere Taschenlampen zum Einsatz, ohne Lampe wäre es hier stockdunkel.


Kurz nach dem Ausgang der Oswaldhöhle kommt man an die Wundershöhle. Die Eingangshalle geht nur wenige Meter in den Fels hinein und man vermutet gar nicht, dass es hier weitergehen könnte. Der Eingang zur eigentlichen Höhle führt durch einen engen Schluf, der nur kriechend passiert werden kann. Am Ende der Wundershöhle befindet sich der Übergang, ein schwer passierbarer Schluf, zur Witzenhöhle. Für solche Abenteuer waren wir nicht passend gekleidet und ich mit deutlich über 50, auch schon etwas zu alt.

Neben dem Eingang zur Wundershöhle führen Steinstufen nach oben. Über einen Trampelpfad erreicht man den eigentlichen Eingang zur Witzenhöhle. Der Zugang zur Witzenhöhle ist 9 Meter breit und weniger als 2 Meter hoch. Nach dem Eingang kommt eine circa 35 Meter lange, 16 Meter breite und 5 Meter hohe Halle. Das Begehen der Halle ist etwas schwierig, weil die Felsblöcke feucht und glitschig sind.

Aussichtspunkte Pavillon und Koppenburg

Aussichtspunkt Pavillon

Aussichtspunkt Pavillon

Wir wandern wieder den Weg den wir gekommen sind zurück, durch die Oswaldhöhle durch und folgen jetzt dem Höhenweg „Roter Senkrechtstrich“ in die andere Richtung. Es geht über Waldwege, wir überqueren einen asphaltierten Weg und es geht weiterhin durch dichten Wald bis zum Aussichtspunkt Pavillon. Dieser Pavillon befindet sich auf einem Felsvorsprung, von wo aus man einen herrlichen Blick über das Wiesentthal genießen kann.

Aussichtspunkt Koppenburg

Aussichtspunkt Koppenburg

Wir folgen weiter dem Wanderweg „Roter Senkrechtstrich“ bis wir auf eine Straße stoßen. Es geht jetzt rechts weg, ein kurzes Stück der Straße entlang, bis zu einem Parkplatz mit Hinweisschildern. Hier biegen wir links ab, ein Stück auf asphaltiertem Weg und anschließend nach links in den Wald. Wir wandern weiter bis zum Aussichtspunkt Koppenburg, der sich ebenfalls auf einem freien Felsvorsprung befindet. Wenig später, kurz vor der Höhle zweigt der Höhenwanderweg ab, wir aber folgen dem Schild zur Rosenmüllershöhle.

Rosenmüllershöhle

Rosenmüllershöhle

Rosenmüllershöhle

Nach kurzem Anstieg erreichen wir den Eingang zur Höhle, der allerdings erst nachträglich geschaffen wurde. Der ursprüngliche Eingang befindet sich in 13 Metern Höhe, so dass die Höhle nur durch Abseilen erreichbar war. Der 16 Meter hohe Hauptraum ist 112 Meter lang und ist durch eingearbeitete Treppenstufen leicht begehbar. Überall in der Höhle werden brennende Kerzen aufgestellt, was der dunklen Höhle einen romantischen Anblick verleiht. Auch hier kommen unsere Taschenlampen zum Einsatz, bei einem Fehltritt könnte man schon einige Meter abstürzten. Zumal auch noch Teile des Treppengeländers durchgerostet sind. Oben führt ein enger Schluf in das „Kleine Paradies“, an der Decke hängen schöne Tropfsteine.

Nach Besichtigung der Höhle wandern wir wieder zurück bis zur Lindenallee. Diese Allee führt steil bergab auf dem Schmiedsberg-Weg zurück nach Muggendorf.


Muggendorf-Wanderkarte
* Wanderkarte Südliche Fränkische Schweiz

Bundesland: Bayern
Region: Fränkische Schweiz
Wanderwege: meist Waldwege, teils felsiger Untergrund
Streckenlänge: 5 km
Beschilderung: Roter Senkrechtstrich, Höhlen-Namen