Gügel

Scheßlitz – Giechburg – Gügel

Die Stadt Scheßlitz hat einen Flyer herausgegeben, in dem Wanderwege rund um Scheßlitz beschrieben sind. Diese Wanderwege wurden als Route A bis I ausgeschildert, die interessanteste davon ist wohl die Route A. Sie führt von Scheßlitz hinauf zur Giechburg, auf der Höhe hinüber zum Gügel, anschließend vorbei am Judenfriedhof, über Demmelsdorf zurück nach Scheßlitz. Wir sind diese Route am 1. November 2015 bei traumhaft schönem Wetter gewandert.

Wanderweg von Scheßlitz zur Giechburg, auf den Gügel und zurück

Scheßlitz liegt direkt an der Autobahn A70, zwischen Bamberg und Bayreuth, mit eigener Ausfahrt. Die Stadt selbst hat etwa 2500 Einwohner, mit ihren 30 Stadtteilen kommt Scheßlitz auf über 7000 Einwohner. Die historische Altstadt verfügt über zahlreiche, gut erhaltene alte Bürgerhäuser, zum Teil auch mit Fachwerk. Sehr schön ist das ehemalige Zunfthaus der Brauer, mit zahlreichen Verzierungen und Zwiebeltürmchen. Sehenswert ist auch die Spitalkirche St. Elisabeth, das barocke Elisabethen-Hospital, sowie die katholische Pfarrkirche St. Kilian.

Von Scheßlitz hinauf zur Giechburg (3,5 km)

Giechburg

Giechburg

Der Wanderweg beginnt am Rathaus, hier stehen einige kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Wir biegen vom Parkplatz kommend nach links in die Schwemme ab und laufen bis zur Altenbach-Straße. Diese überqueren wir und und gehen wiederum links den Gehweg entlang, bis zum Gügelweg. Dem Gügelweg folgen wir ein kurzes Stück, biegen in die Straße „Am Kreuzschleifer“ ab, anschließend nach rechts in den Andechsweg. Es geht vorbei an einer kleinen Kapelle, danach über den Seierbach und nach weiteren 500 Metern folgen wir der Route „A“ nach rechts. Jetzt wandern wir durch den Wald, bis zum Giechburg-Parkplatz. Hier erwartet uns ein steiler Anstieg hoch zur Giechburg.

Bei der Giechburg handelt es ich um eine mittelalterliche Burganlage, die vermutlich im 10. Jahrhundert erbaut wurde. Die Halbruine ist durch ihre exponierte Lage auf 530 Metern ü. NN schon von weitem sichtbar. Im Rahmen eines umfassenden Sanierungsprogramms, wurden Teile der Giechburg, zum Tagungsort und kulturellem Veranstaltungszentrum des Landkreises Bamberg ausgebaut. Innerhalb der Burganlage gibt es auch eine Gaststätte, mit zusätzlichen Sitzgelegenheiten im Innenhof. Von den Mauern der Burg hat man einen einmaligen Ausblick, der bei gutem Wetter bis in den Thüringer Wald und in die Rhön reicht. Vor allem an Wochenenden ist die Giechburg ein beliebtes Ausflugsziel.

Von der Giechburg zum Gügel (1,5 km)

Wallfahrtskirche Gügel

Wallfahrtskirche Gügel

Von der Giechburg aus sieht man auf einem benachbartem Hügel, etwa auf gleicher Höhe der Burg, die Wallfahrtskirche Gügel. Ein schmaler Wanderweg führt uns von hier aus in Richtung Gügel. An Baumreihen vorbei, geht es danach über freie Wiesenflächen, bis man auf den Kreuzweg trifft. Diesem folgen wir bis in den Wald, hier steigt der Waldweg steil an, bis wir schließlich die Wallfahrtskirche erreichen.

Auf dem Gügel stand früher eine Burg mit Burganlage und einer Kapelle. Während die Burg verfiel, wurde die Kapelle mehrmals wieder hergestellt und zerstört. Im Jahr 1610 wurde die jetzige Kirche neu erbaut, wobei vermutlich alte Fundamente mitverwendet wurden. Sehr beeindruckend ist der Anblick der Kirche, da sie zum Teil auf einem Felsvorsprung steht. Die Wallfahrtskirche ist auch ein sehr beliebter Ort für Hochzeiten. Neben der Kirche steht auch eine Gaststätte, die leider Anfang November geschlossen war, mit so schönem Wetter hatte wohl niemand gerechnet.

Vom Gügel zum Judenfriedhof (2 km)

Judenfriedhof

Judenfriedhof

Vom Gügel aus geht es bergab durch das Waldgebiet Gügelholz in Richtung Zeckendorf. Am Ortseingang von Zeckendorf überqueren wir die Staatsstraße, biegen nach rechts ab, kurz später geht es nach links in einen Flurweg. Diesem folgen wir, nach ungefähr 500 Metern führt uns die Route „A“ nach rechts auf einen weiteren Flurweg. Linker Hand folgt ein Waldstück an dem sich ein alter Judenfriedhof befindet. Der Friedhof wurde eingezäunt, vermutlich um ihn vor Vandalismus zu schützen. Man kann die Grabsteine aber auch von außen sehen, die größtenteils noch gut erhalten sind.

Vom Judenfriedhof zurück nach Scheßlitz (3 km)

Der Flurweg geht weiter in Richtung Demmelsdorf, bis er auf die Benno-Schmitt-Straße stößt. Dieser Straße folgen wir durch den kleinen Ort, bis zur Schultesstraße. Nach etwa 200 Metern auf dieser Straße erreichen wir das Ortsende von Demmelsdorf. Auf der linken Straßenseite beginnt ein Fuß- und Radweg, der uns zurück nach Scheßlitz führt. Hier folgen wir der Demmelsdorfer Straße, die in der Altenbach Straße mündet. Wir folgen der Straße bis zur Schwemme und sind wieder am Ausgangspunkt unserer Wanderung angelangt.


Schesslitz-Wanderkarte
* Wanderkarte Coburger Land

Bundesland: Bayern
Region: Oberfranken
Wanderwege: Wald- und Flurwege, geteerte Wege
Streckenlänge: 10 km / 2:30 Std.
Beschilderung: Hinweisschild „A“