Stadtökologischer Lehrpfad

Bamberg Stadtökologischer Lehrpfad

Eine Wanderung auf dem Stadtökologischen Lehrpfad in Bamberg. Nicht nur auf dem Land, nein auch in der Stadt gibt es eine reiche Flora und Fauna. Angefangen bei den Pflasterfugen, über Blumen, Sträuchern, Wiesen und Bäumen bietet die Stadt vielen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum. In Bamberg sind über 10 Prozent der Stadtfläche als Biotop ausgewiesen.

Wanderung vom Michelsberg zur Altenburg

Der Lehrpfad beginnt am Michelsberg und führt durch Stadt und Kulturlandschaft, hoch zur Altenburg. Dieser Wanderweg ist mit kleinen Hinweistafeln Stadtökologischer Lehrpfad ausgeschildert. Auf dem Weg verteilt gibt es 12 Stationen mit Informationstafeln, mit wissenswerten zu Flora und Fauna. Ich habe diese Wanderung im November 2016 unternommen, an einem der wenigen schönen Tage in diesem Herbst.

Start am Kloster Michelsberg

Klosterkirche St. Michael

Klosterkirche St. Michael

Genauso wie der Schöpfungsweg, hat auch der Stadtökologische Lehrpfad, seinen Startpunkt vor der Klosterkirche St. Michael. Hier befindet sich auch gleich die erste Station, mit Hinweisen zu Leben in den Pflasterfugen. Wir starten unsere Wanderung und verlassen das Kloster durch das Eingangstor. Der Lehrpfad führt nach links und kurz später biegen wir nach rechts in die Storchengasse ab. Dieser bis zum Ende folgen, anschließend nach links zum Jakobsplatz gehen.

Winterlinde

Direkt vor der Kirche St. Jakob steht eine Winterlinde, ein Beispiel für die Stadtbäume. Diese sind wichtig für das Klima in der Stadt, außerdem bieten sie einen Lebensraum für Vögel und Insekten. Vor der Kirche biegen wir in den schmalen Weg rechts ab und folgen diesem. Anschließend geht es über eine Treppe hinunter in die Sutte. Wir laufen bergab bis zum Teufelsgraben, der nur einen schmalen Durchgang zwischen den Häusern bildet. Wenn man nicht aufpasst, läuft man leicht daran vorbei.

Durch das Berggebiet von Bamberg

Laubbäume

Laubbäume

Wir laufen jetzt durch einen Teil des Bamberger Berggebiets, wo nur vereinzelte Häuser stehen. Hier gibt es zahlreiche private Gärten, die fast alle eingezäunt sind. Teilweise sind rechts und links vom Weg Zäune. Die Landschaft ist aber trotzdem sehr schön und idyllisch. Es geht vorbei an Wiesen, Hecken und Bäumen, gefolgt von einem Waldgebiet. Da es ein schöner Novembertag war, leuchtete das bunte Laub der Bäume hell in der tiefstehenden Herbstsonne.

Ruderalflur und Gebüsch

Nach etwa 200 Meter entlang des Teufelsgrabens erreichen wir die 3. Station, gegenüber dem Zelt des Zirkusprojektes Giovanni. Auf einem Abrissgrundstück hat sich die Natur, ohne Zutun des Menschen ihren Lebensraum zurück erobert. Wir folgen dem Verlauf des Teufelsgrabens, der am Wegende nach links führt.

Hecken / Fettwiesen

Kurz nacheinander folgen die Stationen 4 und 5, die Hecken und Fettwiesen. Die Weg begleitenden Hecken verbessern das Kleinklima im Siedlungsbereich und schützen vor Wind. Außerdem bieten sie Vögel und Insekten einen Lebensraum. Auf den Fettwiesen, mit viel Nährstoffen, herrscht eine üppige Vegetation. Hier wachsen zahlreiche Gräser, Blumen und Kräuter.

Bach

Kurz danach macht der Teufelsgraben einen Knick nach rechts und es folgt Station 6, der kleine Bach. In einem schmalen Graben fließt ein Rinnsal vom Altenburghang herunter. Hier wachsen Blumen und Pflanzen, die viel Wasser benötigen, wie zum Beispiel die Sumpfdotterblume. Aber auch Kleintiere, wie Beispielsweise der Bachflohkrebs, findet hier einen Lebensraum.

Kleingärten im Teufelsgraben

Ein Stück danach folgt Station 7, Kleingärten im Teufelsgraben. Auf dem Weg zur Altenburg liegen zahlreiche Gärten. Neben den Obstgärten gibt es auch Gemüse, oder Ziergärten. Diese Gärten sind ein wahres Eldorado für die heimische Tierwelt. Fallobst und Gemüse bieten ein zusätzliches Nahrungsangebot. Außerdem bieten die Bäume, sowie deren Totholz Lebensraum für unzählige Tierarten.

Wald am Rübezahlweg

Stadtökologischer Lehrpfad

Stadtökologischer Lehrpfad

Wir wandern weiter bis zum Ende des Teufelsgrabens, es folgt linker Hand ein schmaler Pfad. Dieser Pfad ist von beiden Seiten dicht von Bäumen umgeben, teilweise hingen Baumstämme quer über den Weg. Es geht vorbei an einer Wiese, ein Stück danach stoßen wir auf den Rübezahlweg, auf den wir nach links abbiegen. Dieser Pfad führt durch den Wald, zur Station 8.

Aufstieg zur Altenburg

Kurz danach stößt der Rübezahlweg auf die Altenburger Straße. Es geht rechts weg, am Parkplatz vorbei, bis zum Fußweg zur Altenburg. Eine lange Stein-Treppe führt durch das Biotop Altenburger Wald hoch zur Burg. Auf dem Weg steht die Informationstafel der Station 9. Es geht weiter die Treppenstufen bergauf, bis zum Eingang der Altenburg.

Auf der Altenburg

Altenburg

Altenburg

Die Altenburg (Station 10) befindet sich auf dem höchsten der sieben Hügel Bambergs. Im Jahr 1109 wurde die Burg erstmals urkundlich erwähnt. Im Mittelalter wurde sie fast vollständig zerstört. Dank eines Fördervereins befindet sich die Burganlage heute wieder in einem sehr guten Zustand. Im Rahmen einer Besichtigung kann man sogar den Turm besteigen. Aber schon von den Burgmauern aus hat man einen einmaligen Blick über die Stadt Bamberg.

Hecken

Wir verlassen die Burganlage auf der Brücke die über den Burggraben führt. Jetzt laufen wir den Fußweg neben der Straße nach unten. Am Ende des Fußwegs geht es über die Straße, auf der anderen Seite folgt der nächste Fußweg. Dieser führt recht steil bergab, in Richtung Station 11. Auf der Informationstafel steht vieles wissenswertes zu den unterschiedlichen Heckenarten, sowie deren Nutzen für Mensch und Tier.

Magerwiese

Kurz danach folgt die letzte Informationstafel der Station 12. Im Gegensatz zur bereits beschriebenen Fettwiese, geht es hier um Magerwiesen, die nicht gedüngt werden. Wir laufen den Fußweg ein Stück weiter, bis zur nächsten Kreuzung am Waldrand. Hier biegen wir links ab und folgen den Weg bis zur nächsten Gabelung. Bei dieser biegen wir erneut links ab und folgen dem Weg, vorbei an privaten Gärten, bis wir wieder auf die Altenburger Straße stoßen. Der Stadtökologische Lehrpfad endet hier. Zur Altenburg fahren leider nur Sightseeing-Buse, daher musste ich noch etwa 1 km bis zur ersten Bushaltestelle bergab laufen.


* Wanderkarte Stadtökologischer Lehrpfad
Wanderkarte Stadtökologischer Lehrpfad

Bundesland: Bayern
Region: Oberfranken
Wanderwege: Pflaster, geteerte Wege, befestigte sowie unbefestigte Wege
Streckenlänge: 4,3 km
Beschilderung: Stadtökologischer Lehrpfad